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Schule im Viertel
Die Geschwister-Scholl-Schule von Hans Scharoun im Kontext der Schularchitektur und des Städtebaus der Nachkriegszeit

[11|06|2018]

Gastvortrag
Adria Daraban
Mo. 11. Juni 2018, 10:00 Uhr Aula


Mit seinen Entwürfen für Schulbauten schuf Hans Scharoun Anfang der 1950er-Jahre eine Architektur, die sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Entfremdung der modernen Architektur von Gesellschaft und Nutzer als behutsamere Alternative anbot. Aus Fragmenten und Versatzstücken konstruierte er neuartige dynamische Räume, die er als «Bewusstseinsform» bezeichnete. Wie viele postmoderne Architekten nach ihm vertrat er die Auffassung, Architektur entstehe erst durch eine kommunikative Wechselwirkung zwischen gebautem und gesellschaftlichem Raum. Scharouns Räume regen zur Hinterfragung der Wahrnehmung an. Im Unterschied zu vielen postmodernen Architekten verhandelte er den Raumbegriff jedoch nicht über die Fragmentierung des Bildes, sondern im Sinne von sich gegenseitig ergänzenden Raumkonstellationen.

Hochschule München, Fakultät für Architektur
Entwurfsgrundlagen
Prof. Gilberto Botti

Adresse


Karlstraße 6, 80333 München
Tel.: 089 1265-26 25
E-Mail: architektur@hm.edu