Auszeichnungen

SENATOR BERNHARD BORST PREIS

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Die Bernhard-Borst-Stiftung verleiht den Senator Bernhard Borst Preis der Hochschule München an junge Absolventen des Studiengangs Architektur.


Jedem Münchner Architekturstudenten mit halbwegs historischem Interesse dürfte die Borstei als ein 1929 fertig gestelltes, konservatives, aber bis heute äußerst beliebtes Siedlungsmodell im Münchner Stadtteil Moosach ein Begriff sein. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Initiator dieser Siedlung, Bernhard Borst (1883-1963), Architekt und erfolgreicher Bauunternehmer, nach seiner Lehre als Maurer von 1903-05 an der Königl. Baugewerkschule München ausgebildet wurde der Vorvorgängerin unserer Architekturfakultät.


Aus diesem Grund bedurfte es keiner großen Anstrengung, die Bernhard-Borst-Stiftung davon zu überzeugen, den 2010 wieder ins Leben gerufenen Senator Bernhard Borst Preis nicht nur Architektur-Absolventen der TU München und der Akademie der Bildenden Künste München zu verleihen, sondern auch Master-Absolventen unserer Fakultät. Drei Voraussetzungen gibt es für diesen ungewöhnlich hoch dotierten Preis: ein gutes Masterzeugnis, einen Berufsabschluss als Handwerker und eine gewisse finanzielle Bedürftigkeit.


Der Auswahlprozess erfolgt jährlich durch die Fakultät für Architektur der Hochschule München. Kandidaten werden von Lehrenden der Fakultät empfohlen. Eine Selbstbewerbung ist ebenfalls möglich.


Das gesamte Lebenswerk des Stifters Senator h.c. Bernhard Borst stand unter seinem Lebensmotto „Können und Wollen“. In jeder Urkunde steht daher geschrieben: „Können und Wollen sind das Fundament Deines Erfolges.“


Der erste Bernhard-Borst-Preis in Höhe von 4500 Euro ging im Juli 2010 an Simon Stampfl, mit dem dazugehörigen goldenen Baumeisterring wurde er übergeben vom Borst-Enkel Martin Rosenthal.


Preisträger:
2016 Patrick Nobis und Daniela Tombergs
2015 Rita Kergalve, Maciej Kuczynski und Lisa Mießl
2014 Florian Arnold und Josef Utzinger
2013 Karl Bachhammer
2012 Stefan Mittermaier
2011 Sebastian Philipp
2010 Simon Stampfl


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GEORG-BURG-PREIS

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Georg Burg wurde am 15. September 1936 in Hindenburg / Oberschlesien geboren, dem heutigen Zabrze in Polen. Als noch nicht Zehnjähriger musste er gegen Kriegsende mit seiner Mutter und seinen Geschwistern vor den anrückenden Russen fliehen. So kam er zunächst nach Amberg in der Oberpfalz. Nach Kriegsende verließ sein Vater die Familie, seine Mutter war nun mit den Kindern auf sich allein gestellt.


Georg Burg fing zunächst im „Ruhrpott“ eine Bergmannslehre an. Als sich herausstellte, dass er für diesen Beruf körperlich nicht geeignet war, ging er nach München und begann dort eine Lehre zum Bürokaufmann. Kaum zwanzig Jahre alt machte er sich jedoch selbstständig und erwarb ein verschuldetes Nachtlokal. Wie er später gerne erzählte, sei dies seine härteste Zeit gewesen. Letztlich aber verkaufte er das Objekt schuldenfrei und investierte den Gewinn in eine Geschäftsbeteiligung der Immobilienbranche.


Hier fand er dann sein Betätigungsfeld, das ihm gleichsam auch Hobby war. So ist es nicht verwunderlich, dass es für ihn nicht vorrangig war, eine Familie zu gründen. Auch zu seinen Angehörigen hatte er nur wenig Kontakt. Durch seine Tüchtigkeit und sein Geschick erwarb er schließlich ein beträchtliches Vermögen, das er in zwei Immobiliengesellschaften bündelte. Dazu gehörten sowohl Wohn- und Geschäftshäuser wie auch einzelne Wohnungen. Sie befanden sich vorwiegend in München aber u.a. auch in Köln und Bremerhaven.


Trotz seines Wohlstandes war er stets bescheiden geblieben, ja er führte ein fast sparsames Leben. Nie hat er seine Herkunft und die schwere Zeit vergessen, die er ohne Ausbildung, in einem zerrütteten Elternhaus und später als unerfahrener Gastronom verbringen musste. Aus diesem Grund hat er noch zu Lebzeiten eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die junge Menschen bei ihrer Ausbildung unterstützen soll.


Georg Burg verstarb am 11. Februar 2011 nach langem mit Geduld ertragenen Leiden an der Parkinson-Krankheit. Auf dem Ostfriedhof in München hat er seine letzte Ruhestätte gefunden.


Die Georg-Burg-Stiftung hat sein Vermögen zum überwiegenden Teil geerbt und verwaltet dieses im Sinne des Stifters.


So lobt die Stiftung in seit 2016 den Georg-Burg-Preis für Studierende des Masterstudiengangs Architektur der Hochschule München aus, der in Zusammenarbeit mit der Fakultät für außerordentliche Studienleistungen in den Projektstudios vergeben wird.


Preisträger:
2016 Farah Jean Fürst und Mark Julian Kreppel sowie Nina Troll und Felicitas Ober


Adresse


Karlstraße 6, 80333 München
Tel.: 089 1265-26 25
E-Mail: architektur@hm.edu

Ansprechpartner

Prof. Arthur Wolfrum
Raum: F 407

Tel.: 089 1265-2639
Fax: 089 1265-2630

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Britta Schwarz
Raum: F 103

Tel.: 089 1265-2620
Fax: 089 1265-2630

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